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So gründeten zum Beispiel einige unser Hauptstadtclub - "Pasties" den Rotary Club Berlin - Potsdamer Platz:
Den Potsdamer Platz kennt jeder, doch Rotary?
“Service above self - selbstloses Dienen“ ist der Leitspruch der rund 1,2 Millionen Rotarierinnen und Rotarier in aller Welt, die sich in mehr als 32.400 Clubs in 166 Ländern zusammengeschlossen haben, darunter die über 46.000 Mitglieder der 927 deutschen Clubs. Rotary weltweit kann weltweit auf seine über 100jährige Geschichte zurück blicken und ist somit der älteste sogenannte Service Club.
Angehörige aller Berufe leisten humanitäre Dienste und setzen sich für Frieden und Völkerverständigung ein. Rotary steht allen Menschen unabhängig von ihrer Rasse, Religion, Weltanschauung, politischer Einstellung oder Herkunft offen. Neue Mitglieder werden auf persönliche Einladung gefunden. Paul P. Harris gründete den ersten Service Club der Welt, den Rotary Club of Chicago, am 23. Februar 1905. Am 3. Mai dieses Jahres wurde der 19. Berliner Rotary Club gegründet: Berlin-Potsdamer Platz, kurz RCPP.
Einst war der Potsdamer Platz der verkehrsreichste des Kontinents: die erste Ampelanlage Europas lenkte die Verkehrsströme aus fünf Richtungen. Ab 1945 das Symbol der Teilung der Stadt, später des Zusammenwachsens. Heute arbeiten auf dem Ödland von einst 50.000 Menschen u.a. bei DaimlerChrysler, Sony, PriceWaterhouseCoopers und der Deutschen Bahn. Modernste Architektur prägt die Silhouette. Heute ist der Potsdamer Platz neben Hyatt, RitzCarlton und der Berlinale auch Standort des 19. Rotary Clubs Berlins. Geschichte und Moderne treffen sich im Logo des Clubs als Verkehrsturm und Skyline.
Der neue RCPP ist mit einem Altersschnitt von 38 Jahren der jüngste Club Deutschlands. Einige der 24 Gründungsmitglieder zwischen 31 und 57 Jahren haben sich schon in den vergangenen Jahren bei Rotaract, der Jugendorganisation von Rotary International, für soziale Themen im Sinne Rotarys engagiert. Auch der Anteil der Frauen von über einem Drittel ist für Rotary (noch) etwas besonderes. Das Berufsspektrum ist sehr unterschiedlich, vom Apotheker über Redakteur, dem Geschäftsführer einer Bank, einer Psychologin bis hin zum Wirtschaftsprüfer.
Die Mitglieder setzen sich für ein besseres Gemeinwesen in der Gesellschaft, für nationale und internationale Hilfsprojekte, sowie für Völkerverständigung und Freundschaft ein. „Wir haben keinen kurzfristigen Fokus. Uns ist der dauerhafte Erfolg unserer sozialen Aktivitäten wichtig - daher bauen wir langfristige Patenschaften auf.“, sagt Thomas Sczensny, der erste Präsident des Clubs, „Und wir entscheiden selbst, wie und wo wir unsere Ressourcen einsetzen wollen.“.
Der RCPP trifft sich wöchentlich im Marriott Hotel zu interessanten Vorträgen und zur Planung der Hilfsprojekte. Einmal im Monat aber kommt man am Wochenende mit der Familie zu einem Brunchmeeting zusammen. Das ist neu bei einem Rotary Club.
„Service above Self“ steht auch beim RCPP im Mittelpunkt. Werte und Selbstverständnis aller Mitglieder werden in konkreten Projekten umgesetzt, um der Verantwortung der Gesellschaft gegenüber gerecht zu werden. So ist es auch in der eigens erstellen Präsentation des jungen Clubs nachzulesen. „Ganz besonders möchten wir Freundschaft und Engagement miteinander verbinden, um unser soziales Umfeld zu gestalten und zu verbessern. Wir wollen unseren Beitrag für eine soziale Gesellschaft leisten“, ergänzt Gaby Haas, die im ersten Clubjahr die Aufgabe der Jugendbeauftragtin übernommen hat.
Clubmeister Richard Haas brachte es bei der Gründungsfeier des RCPP auf den Punkt: „Lasst uns nun im Geiste des Gründers von Rotary Harris` neue Geschichten der Verbindung bauen, Grenzpunkte des Denkens überwinden, Verbindungen schaffen und verstehen, Gutes tun und auch feiern!“.